700 CS
700 Cabrio

700 LSC
700 RS -
Werksrennwagen 
Als man 1957 bei BMW mit der Entwicklung des BMW 700 begann, stand die heute
so gesunde Automobilfirma kurz vor der Pleite. Schnellstmöglich sollte
ein Mittelklassewagen entwickelt werden, der vier Personen mit Gepäck Platz
bieten und vor allem wie ein "richtiges" Auto aussehen sollte. BMW
versuchte damals seine Lage eher zu optimistisch in der Öffentlichkeit
darzustellen. Da die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik damals einfach
noch nicht so weit war, konnten keine nennenswert großen Stückzahlen
der großen Limousinen abgesetzt werden.
Der Anstoß zu der Form, in der der BMW 700 später in Serie gehen
sollte, kam kurioser Weise nicht aus dem Werk in München, sondern vom österreichischen
BMW - Importeur Wolfgang Denzel. Dieser hatte auf eigene Faust bei dem jungen
italienischen Designer Giovanni Michelotti Entwürfe für ein schnittiges
kleines 2 + 2 Coupé anfertigen lassen. Die Form kam im Münchner
Werk so gut an, daß sie fast unverändert in Serie ging.
Gleichzeitig hatte man aus dem Entwurf auch noch eine Limousine gemacht, die
unterhalb der Dachpfosten mit dem Coupé völlig baugleich war und
aufgrund des höheren und weiter nach hinten durchgezogenen Daches bei weitem
mehr Innenraum hatte und somit ein echter Konkurrent für den VW Käfer
wurde.
Der Verkauf des BMW 700 verlief sehr gut, das Publikum hatte ihn angenommen.
Die Limousine wurde in ihren 28 Monaten Bauzeit immerhin 55.707 mal gebaut,
so daß die 700er fleißig weiter entwickelt wurden.